Petteri Masalin

Petteri Masalin

Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung

Zum Designer und der Person

1. Spielten Design oder Kunst während Ihrer Kindheit eine wichtige Rolle?
Meine Familie war nicht besonders kunstorientiert. Meine Eltern ermutigten mich jedoch stets zum Spielen und dazu, Dinge zu bauen. Mein absolutes Lieblingsspielzeug war – und ist noch immer – Lego. Es machte mir als Kind sehr viel Spaß, mit Lego immer wieder neue Dinge zu bauen. Man könnte also sagen, dass ich meine ersten Designs mit Lego kreierte.

2. Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes Design? Wann war das?
Ich war 14, als mein erstes Design zustande kam. Wir suchten nach einer Lampe für mein Zimmer, aber ich konnte einfach nichts finden, das mir wirklich gefiel. Also kreierte ich meine eigene Lampe. Zu dem Zeitpunkt leuchtete es mir ein, dass man eigentlich alles selbst herstellen kann. Seither folgten viele weitere Dinge.

3. Was inspiriert Sie?
Da ich Werkzeuge entwerfe, die oft verwendet werden, interessiere ich mich in großem Umfang für alltägliche Situationen, bei denen alle möglichen Dinge zum Einsatz kommen. Ich beobachte Leute sehr gerne dabei, wie sie mit einem Werkzeug umgehen. Für mich ist das, wie wenn ich einen Film anschauen würde, der zeigt, welche Herausforderungen man als Benutzer meistern muss. Wenn man zum Beispiel einem wirklich großen Mann dabei zuschaut, wie er mit einem Spaten ein Loch gräbt, lässt sich leicht erkennen, dass der Rücken durch ein häufiges Bücken einer Belastung ausgesetzt wird. Ein solcher Einblick ermöglicht es mir als Designer zu erkennen, nach welcher Lösung ich suchen muss.

4. Haben Sie ein bestimmtes Designritual?
Das könnte ich nicht wirklich behaupten, aber jedes Design umfasst umfangreiche Beobachtungen. Während verschiedener Phasen einer Aktivität mache ich Fotos, die zeigen, wie diese ausgeführt werden. Ich achte ebenfalls darauf, in welchem Zusammenhang ein Gegenstand verwendet wird, da sich auch eine bestimmte Kultur auf mein Design auswirken kann. So ist beispielsweise ein Garten in Spanien komplett anders als ein Garten in Finnland und erfordert deshalb möglicherweise auch einen anderen Ansatz.

5. Was ist Ihr Design-Motto?
Wenn ich mich für eines entscheiden müsste, wäre es „Ein angenehmeres Leben durch verbesserte Produkte“.

6. Was ist Ihr absolutes Lieblings-Designobjekt?
Mit Sicherheit Lego! Ich bin gerade dabei, meine Lego-Begeisterung an meinen 4-jährigen Sohn Max weiterzugeben.

7. Sie sind ausgebildeter Metallhandwerker. Arbeiten Sie immer noch am liebsten mit Metall?
Als Metallhandwerker habe ich den Vorteil, dass ich genau verstehe, wie das Material reagiert. Als ich später Industriedesign studierte, arbeitete ich natürlich auch mit anderen Materialien, die jeweils eigene besondere Merkmale aufweisen.

8. Beeinflusst Ihre Erfahrung in der Filmindustrie die Art und Weise, wie Sie Gegenstände entwerfen?
Beim Design von Kostümen oder Filmsets geht es darum, den Zuschauern innerhalb von nur wenigen Sekunden eine bestimmte Stimmung zu vermitteln. Der Schauplatz muss überzeugend sein. Beim Entwerfen von Produkten ist das ziemlich ähnlich: Ein neues Produkt muss einen Verbraucher innerhalb von wenigen Sekunden von dessen Design und Funktionalität überzeugen.

9. Wenn Sie ein Baum wären, was wären Sie dann?
Eine Birke, denn sie ist einfach und unkompliziert, entwickelt sich jedoch auch ständig weiter.

10. Was bringt Sie zum Lachen?
Das Leben bereitet mir sehr viel Vergnügen, aber am meisten bringt mich mein Sohn Max zum Lachen.

11. Haben Sie irgendeine Sammelleidenschaft?
Ich sammle Hüte und Schuhe.

12. Was ist Ihr Lieblingsbuch oder -film, oder welche Musik hören Sie am liebsten?
Mein Lieblingsfilm ist „Das fünfte Element“. Es ist nicht nur ein sehr witziger Film; er beinhaltet auch eine interessante Philosophie, was die Zukunft betrifft. Dieser Film liefert mit Sicherheit Stoff zum Nachdenken!

13. Sind Sie ein leidenschaftlicher Gärtner? 
In Finnland ist jeder ein Gärtner! Wir haben das Glück, dass es in Finnland viele Grünflächen gibt. Ich verbringe sehr viel Zeit im Freien und arbeite im Garten oder hacke Holz.

14. Welche Hobbys haben Sie außer der Gartenarbeit sonst noch?
Ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Familie, außerdem fahre ich gerne Motorrad, spiele Tennis und mache gerne Yoga.

Trends im Gartenbau

15.Wie wird sich die Rolle des Gartens Ihrer Ansicht nach in der Zukunft weiterentwickeln? Wird er noch weiter in unser Heim integriert, also eine Art Erweiterung des Wohnzimmers darstellen?

In den letzten Jahren hat sich der Garten zu einer echten Erweiterung unserer Wohnzimmer entwickelt. Er wird als ein weiterer Raum unseres Heims betrachtet, nur dass er sich im Freien befindet und eigene spezielle Möbel und Designs aufweist. Ich glaube, dass sich dieser Raum im Freien letztendlich als ein Bestandteil des Innenbereichs unseres Heims entwickeln wird und wir irgendwann auch im Haus Gemüse anbauen können. Der belgische Architekt Vincent Callebaut ist ein großer Trendsetter in diesem Bereich, und ich glaube, dass seine Konzeptdesigns zum städtischen Gartenbau viele Ideen enthalten, die wir in den Gärten der Zukunft sehen werden. Stellen Sie sich Restaurants vor, in denen Gemüse serviert wird, das direkt an Ort und Stelle angebaut wurde. Das Gemüse wäre unendlich frisch und hätte nicht kilometerweite Strecken hinter sich, um am Zielort anzukommen.

Gleichermaßen bin ich auch der Ansicht, dass ein „vertikaler Gartenbau“ noch beliebter als bisher werden wird, insbesondere in den größeren Städten.

Eine weitere interessante Idee ist der Gartenbau im Winter. Wenn nichts im Garten wächst, sind auch wir im Garten relativ untätig. Außer gewisser Instandhaltungsarbeiten geschieht während dieser Zeit eigentlich nichts im Garten. Ich glaube, dass es schon in naher Zukunft Möglichkeiten geben wird, um auch im Winter umfangreicher im Garten tätig sein zu können...

16. Glauben Sie, dass wieder mehr Menschen ihr eigenes Gemüse anbauen werden?
Absolut! Selbst angebautes Gemüse, Eier von den eigenen Hennen,... wenn es um Dinnerpartys geht, gibt es im Augenblick eigentlich nichts, das mehr dem Trend entsprechen würde.

17. Ökologie nimmt heutzutage eine immer wichtig werdende Rolle ein. Welchen Einfluss hat dies auf Ihr Gartengeräte-Design?
Ich glaube, dass in Zukunft mehr Naturmaterialien in das Design von Gartengeräten einbezogen werden.

Verbrauchertipps

18.Auf was sollte man bei der Auswahl von Gartengeräten achten?

Beim Kauf von Gartengeräten ist es wichtig, ein Gerät zu finden, das Ihren spezifischen Anforderungen entspricht. Sie sollten deshalb nach Möglichkeit das Gerät in der Hand halten und so eine Vorstellung davon bekommen, ob es sich bequem anfühlt – ähnlich wie beim Kauf von Schuhen oder Kleidungsstücken.